Erster Erfahrungsbericht zur Arbeit mit AFH Erstattung

Erarbeitung der Unterlagen für den Antrag auf Erstattung nach der Richtlinie zur Umsetzung des § 21 a Abs. 5 und 6 ThürKAG (Wasser- Abwasser- Erstattungsrichtlinie 2009)

Unser Unternehmen hat sich im Jahr 2004 entschlossen, das Programm für die Verbrauchsabrechnung für Trink- und Abwasser, die Fäkalienentsorgung sowie die Beitragserhebung zu wechseln. Mit einer aufwendigen Datenübernahme war es uns gelungen, alle Daten für die weitere Arbeit zu übernehmen.
Die Beitragserhebung erfolgte ab der Datenübernahme generell mit dem Programm AFH Beitrag. Dies hat zum Vorteil, dass alle Erhebungen und Veränderungen im Programm dokumentiert sind.
Wir als Stadtwerke hatten nun die Aufgabe, entsprechend der Richtlinie zur Umsetzung des § 21 a Abs. 5 und 6 ThürKAG einen Antrag auf Erstattung der entgangenen Einnahmen aus der Privilegierung, resultierend aus der Änderung des ThürKAG, zu stellen.
Durch das Unternehmen AFH wurde ein Pflichten- und Lastenheft erarbeitet. Hierbei war es von großem Nutzen, dass wir bei der Erarbeitung mitarbeiten konnten. Dadurch war es möglich, alle spezifischen Fälle, die bei uns vorliegen, mit einzuarbeiten. Das Resultat war ein Programm, das die Erstattung von Beiträgen ermittelt und dokumentiert.
Nach aufwendigen Arbeiten in den Monaten Mai - Juli 2011, die verbunden waren mit zahlreichen Abgleichen von Listen und sich daraus ergebenden Veränderungen, war es uns gelungen, im Juli 2011 den ersten Antrag für die Erstattung von Zinsen für die Jahre 2006-2009 beim Landesverwaltungsamt einzureichen. Die entsprechenden Listen zum Antrag wurden im Erstattungsprogramm erstellt.
Mit Schreiben vom 06.09.2011 erhielten wir vom Landesverwaltungsamt den ersten Erstattungsbescheid ohne Änderungshinweise bzw. Auflagen.
Nach der erfolgreichen Abwicklung des ersten Antrages konnte nun das Haushaltsjahr 2010 abgerechnet werden. Der Abzinsungszinssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB wurde bei der Deutschen Bundesbank abgeglichen (da wir keine Kredite aufgenommen haben). Anschließend konnte der Abrechnungslauf gestartet werden. Dies dauerte in unserem Fall mit Prüflauf max. 20 Minuten.
Im Anschluss daran wurden nur noch einige Stichproben durchgeführt, um sicherzugehen, dass die Daten auch korrekt aus dem Beitragsprogramm übernommen wurden. Nachdem die Daten überprüft wurden, erfolgten noch einige Stichproben bei der Zins- bzw. Tilgungsberechnung aus dem Forderungsspiegel (max. 1 Stunde). Zusätzlich wurden die Daten aus dem Forderungsspiegel mit den Daten aus der Einzelausstellung für einige Grundstücke überprüft (ca. 30 Minuten). Nachdem keine Unstimmigkeiten festgestellt wurden, konnten nun die Listen ausdruckt werden, die für den Antrag mit eingereicht werden sollten. Die Druckzeit der Listen richtet sich nach der Anzahl der privilegierten Grundstücke sowie der Anzahl Leistungsbescheide.

Frau Liebert, Beitragssachbearbeiterin Stadtwerke Schnaudertal